Oct 24

EVE Vegas: Die Änderungen in EVE Online

Der EVE Online Entwickler CCP hat gestern auf seinem Fantreffen in Las Vegas – EVE VEGAS – einige Neuerungen und Änderungen im Spiel angekündigt. CCP wird mit demnach wieder teilweise zum alten Expansion Releasesystem zurückkehren und kündigt mit EVE CITADEL die erste große Erweiterung im Winter / Frühjahr an.

12185374_10153710789659394_8853283581078581246_o

Bild: CCP Games

EVE Citadel wird, wie der Name schon sagt, die neuen Spielerstrukturen, die Zitadellen beinhalten. Diese werden nach und nach POSes und Outposts ersetzen und in drei Größen auf uns zu kommen. DIe kleinste Variante, die Citadel M wird ca. 680 Millionen ISK kosten und somit auch für Solospieler erschwinglich sein. Die größte Variante – XL Citadel – wird ungefähr den Preis eines Titans haben (70b ISK) – allerdings ohne Fitting. Mit dieser Strukturänderung wird es auch möglich sein, Supercapital Schiffe zu docken. In den XL Citadels können sogar Titans andocken.

Ebenso wird es Änderungen bei den Capital Schiffen geben:

  • Neue Capital Module (T2, Officer Varianten für alles)
  • Ein neues Waffensystem das speziell auf den Kampf mit Subcaps ausgelegt ist
  • Capitals werden nicht mehr immun gegen EWAR sein
  • Fighter werden so verändert, dass sie Squadrans aus 3-5 Fighter bilden müssen. Diese können in einem neuen Interface per Vektor kontrolliert werden. Das Interface erinnert dabei an ein RTS.
  • Refitting wird bei Aktivierung eines Weapons Timers nicht mehr möglich sein
  • Carrier werden ihre Reparatur Fähigkeiten verlieren
  • Es wird neue, spezielle Logi Capital Schiffe geben
  • TItans bekommen neue Doomsday Devices:
    • Beweglicher Laser der einen vorher festgelegten Pfad abfährt und alles trifft was sich im Weg befindet
    • “Hand Of God” ermöglicht das Teleportieren eines ganzen Wings an eine zufällige Position im System. (AOE, kann also auch befreundete Spieler betreffen)
Der Client wird natürlich auch weiterentwickelt. Man wird in der Lage sein, seine Kamera vom eigenen Schiff zu lösen und auf jedes beliebige Objekt aufzuschalten – oder eben eine komplett freie Perspektive zu nutzen. EVE scheint sich damit fast wie ein Real Time Strategy Game zu spielen.

Oct 05

EVE: Der vergangene Monat in New Eden (September)

Vieles hat sich getan! Die wohl gravierendste Änderung meines Lebens in New Eden bezieht sich wohl auf den Wechsel der Corporation und Allianz. Nachdem sich bei Sorry About Your Face / Stella Nova immer mehr herauskristallisierte, dass die Belange gewisser Holding Corporations stets wichtiger waren, als die Bedürfnisse und Sicherheit von SAYF habe ich beschlossen, meinen Weg unter einer anderern Führung fortzusetzen.

goonwa-2

Bereits seit längerer Zeit war ich nicht mehr ganz zufrieden. So wurde die übliche Low-Sec Kriegsführung auf Grund von Sovereignty immer mehr vernachlässigt und auch die Aufstiegs- und Weiterbildungsmöglichkeiten wurden immer mehr in den Hintergrund gerückt. Erfahrungen als FC zu sammeln, war mir ab einem gewissen Punkt so gar nicht mehr möglich und das Wissen und der Einfluss wurden auf ein paar wenige Leute eingeschränkt.

Mein neues zu Hause habe ich nun im Imperium gefunden. Auch nach Abraten vieler Weggefährten, habe ich mich dazu entschieden mich in Karmafleet einzubringen und somit der Goonswarm Federation beizutreten. Vielerlei Vorteile bieten sich hier, auf die ich an dieser Stelle gar nicht so richtig eingehen möchte.

In den paar Wochen in denen ich nun allerdings ein Goon sein durfte, habe ich viel dazu gelernt. Ein SRP-Programm macht das Erlernen von Solo- und auch Fleet-PVP nun endlich erschwinglich. Zahllose Programme zur Weiterbildung, sei es als FC, Scanner, Incursion Pilot oder auch in allen möglichen anderen Bereichen von New Eden finden regelmäßig statt. Das Goon Wiki und das Forum sind eine super Ressource. Jeden Tag finden strategische und spaßige Fleetaktionen statt.

 

Sep 07

EVE: Der vergangene Monat in New Eden (August)

Gut eine Woche ist der September nun alt. Zeit für mich einmal zurückzublicken auf den letzten Monat und was sich so für mich in New Eden getan hat.

11060307_949390715122533_3730188938599401954_o

 

Nun. Die wohl medienwirksamste Sache ist wahrscheinlich der feige Angriff der Drifter auf die Amarr Kaiserin Jamyl Sarum. Offiziell als tot erklärt, trauern seit Tagen zahllose Kapselpiloten am Titan Wrack in Safizon. Unterdessen haben die Amarr offiziell den Kriegsstand erhoben und wollen militärisch mit voller Kraft gegen die Drifter vorgehen. Auch Kapselpiloten warten derzeit voller Zuversicht auf die kommenden Drifter Invasionen.

Stella Nova konnte in Scalding Pass und Ethernum Reach gegen die konkurrierende Allianz Lux Aetherna bestehen. Wir haben in zahlreichen Node-Schlachten die angreifenden Flotten zurückweisen und die Stella Nova Systeme halten können. Allerdings haben wir auch Verluste zu verzeichnen. So musste sich Sorry About Your Face (SAYF) aus ihrem Heimsystem RYC zurückziehen. Nachdem wir unsere gesamten Assets in die sichere Freeport Pocket 28- umziehen konnten, haben wir unsere Schiffe mittels Sprungfrachter verlegen können.

Vergangenes Wochenende konnte ich dann meine erste Incursion mit den Jungs von Warp To Me fliegen. Nachdem wir wochenlang von Wardecs geplagt wurden, war nun das erste mal eine Zeit in der ich sicher in Hochsicherheitsgebieten fliegen konnte.

 

Aug 21

Drifter attackieren Amarr Titan – Verbleib der Kaiserin unbekannt

Heute kam es in Safizon, unweit von Amarr zu einem erneuten Drifter Zwischenfall. Kurz nachdem der Amarr Titan “Seraph” in das System sprang, erschien eine Armada bestehend aus Drifter Kampfschiffen und zerstörte das Raumschiff der Avatar Klasse innerhalb von Augenblicken.

The Scope berichtete Minuten nach dem Angriff von diesem Zwischenfall:

 

Augenzeugenberichten zu Folge soll ebenfalls auf die Kapsel der Kaiserin Jamyl Sarum I geschossen worden sein – allerdings würden keine Überreste Sarums gefunden.

11921726_10207323303383093_3823583271574454339_o

Der Papst von New Eden – Max Singularity VI hat in der Zwischenzeit eine Pressemeldung herausgegeben. Demnach vermutet man, dass die Kaiserin erneut einem Klonvorgang unterzogen wurde – was zu einer der größten Sünden im spirituellen Leben der Amarr gehört.

Pressemeldung:

Star Diocese of His Holiness Maximilian Singularity VI

“Jamyl Sarum Wanted Alive”

 

Proclamation 8 – Jamyl Sarum Wanted Alive

 

YC 117, August 21

 

Today’s attack on the Titan ‘Seraph’, destroyed by a Drifter Armada is a tragic loss for the Amarr Empire.  The Seraph had an estimated crew contingent of about 5,000 souls and rescue efforts are underway to rescue and/or recover the crew as of this writing.

 

This singular Drifter attack was focused on the Titan, piloted by Jamyl Sarum 1, Empress of Amarr.  While the fate of Empress Jamyl Sarum, is presently unknown, witnesses observed the Local Message that Drifters were scrambling her pod, and subsequent destruction.

 

However…

 

It is too early, and inappropriate to grieve for the Empress at this time, as no physical body has been discovered.  A similar Jamyl ‘false death’ has happened once before in Amarr history, as she had lost the ascension trials and her ship and capsule were destroyed in public view.

 

It is therefore suspected by myself and members of the Sixth Empire, that Jamyl Sarum, maybe alive.  It is our hope that she is alive.  The Sixth Empire, wants more than ever now that Jamyl Sarum be discovered, and that she be remanded into custody to face the eight charges against her.

 

It is our belief, that there remains the possibility that Jamyl Sarum, has taken refuge in medical clone bays provided in collusion by her overtly devout, extremist supporters within PIE and CVA… located within the Providence Region.

 

We ask all that are loyal to the Amarr Empire and the Amarr People, to seek out Jamyl and return her safely to our Golden Empire in all good haste.

 

/s/

Max Singularity VI

Apr 05

EVE Online – Elite: Dangerous – Star Citizen

Die Schlagzeile hat Gesprächsstoff in sich. Oftmals musste ich mich nun schon Diskussionen aussetzen, die sich meist mit “dem besten” Space Game auseinandersetzten. Ich möchte euch mal erklären, warum mich das Ganze mittlerweile so sehr nervt und ich keine Lust mehr auf diese ewige sinnlose Laberei habe.

10954213_837851219609817_6899541778237241709_o (1)

Als EVE Online Spieler muss man sich ja so einiges gefallen lassen. Der eine hält EVE für die bestanimierteste Excel Tabelle der Welt oder will einfach nichts mit einem über 10 Jahre alten Computerspiel zu tun haben. Die Argumente dieser Gruppen reichen dann von “In EVE gibt es keine freie 3D-Schiffkontrolle, über besser inszenierte Raumschlachten in den beiden anderen Spielen bis hin zu “Die Engine ist viel besser”.

Read the rest of this entry »

Feb 05

Projektentwicklung: Ohanami

Nach nun etwas mehr als einem Jahr ist Ohanami nun am Start und versorgt primär die deutsche Asia-Szene mit Content. Zeit, einmal ein wenig zurückzublicken und mit euch zusammen zu analysieren, was in dieser ganzen Zeit so alles passiert ist:

1474529_706002512752271_1118170514_n

Zunächst möchte ich dabei den Blick auf die Dinge werfen, auf die ihr direkten Einfluss hattet. Und zwar haben wir in unserem ersten kompletten Geschäftsjahr gemerkt, dass ihr besonders viel Bock auf Content aus der Konzertszene habt. Ihr mögt unsere Fotos, Berichte und Aktionen so sehr, dass diese derzeit statistisch gesehen den Hauptgrund zum Besuch unserer Website ausmachen. Euer Feedback hat uns hier großanteilig Recht gegeben, so dass wir auch in Zukunft weiter alles dafür geben, diese Sparte vollends abzudecken. Wir arbeiten derzeit mit der Ausweitung unserer Kooperationen. Erste Früchte trug dies bereits Anfang des Jahres, so dass wir nun mit Stolz behaupten können, einen wichtigen und großen Partner bei den französischen Kollegen von B7Klan an Land ziehen konnten. Ebenfalls freuen wir uns, eine Kooperation mit Gan-Shin im Rahmen von Veröffentlichungen neuer Releases gestartet zu haben, so dass ihr in Zukunft auch das ein oder andere CD Review von uns erwarten dürft.

Read the rest of this entry »

Jan 08

ACHTUNG SPOILER: Tokyo Ghoul √A Episode 1 Review

Endlich ist die Wartezeit vorbei. Der Tokyo Ghoul Anime geht weiter und wird über viele Wochen die Fans weltweit fesseln. Ich habe mir soeben die gesubbte erste Folge angesehen und bin begeistert. Soviel vorweg. An dieser Stelle bitte ich euch alle um Vorsicht, denn dieser Artikel kann und wird Spoiler enthalten!

vlcsnap-2015-01-08-19h33m16s104

Tokyo Ghoul √A beginnt natürlich mit einem ganz neuen Intro. Dieses ist vor allen Dingen merkbar ruhiger als Unravel aus der ersten Staffel. Der Plot setzt nahtlos an der letzten Folge von Tokyo Ghoul an. Man findet sich mitten im Kampf wieder, in dem das oberste Ziel der Ghoule die Rettung von Kaneki aus den Fängen von Jason ist. Kaneki hat diesen am Ende der Staffel 1 ja mit der Hilfe von Rize ordentlich den Arsch versohlen können, was dem Protagonisten nun deutlich spürbar ordentlich Aufwind gibt.

Direkt zu Beginn der ersten Folge blutet mir als bekennender Touka #1 Fan ganz ordentlich das Herz. So wird diese von ihrem Bruder ordentlich in die Mangel genommen und ernsthaft verletzt. Kurz bevor er ihr allerdings den Todesstoß verpassen kann, taucht Kaneki Ken wie aus dem Nichts auf, nimmt Touka in seine Arme und wehrt die Angriffe Ayatos mit seiner Kagune ab. Man merkt bereits, dass er in dieser Staffel zu einem ordentlichen Badass geworden ist.  Während Kaneki Nishiki befiehlt mit Touka abzuhauen, stellt sich Kaneki einem weiterem Kampf mit Ayato.

Am Ende der ersten Staffel sitzt Touka allein vor einem Baum, als Kaneki sich nach dem Kampf nähert. Touka gibt sich sichtlich erfreut über das Überleben des nun permanent weiß-haarigen Halbghouls. Als Touka scherzelt, dass Kaneki bei seiner Rückkehr zu Anteiku unbedingt etwas an seiner Frisur machen muss, da er sonst viel zu stark auffallen würde. Als er dann seine Entscheidung, nicht mehr zu Anteiku zurückzukehren bekannt gibt, bricht er Touka sichtlich das Herz.

Technisch hat  Tokyo Ghoul √A ordentlich zugelegt. So halten mehr CGI und Tiefenunschärfe-Effekte Einzug in den Anime. Mir persönlich hat die erste Folge auf jeden Fall richtig Bock auf mehr gemacht und ich kann es nun kaum erwarten, bis nächste Woche die zweite erscheint.

Dec 28

Umzug in’s Nullsec

Nachdem ich kürzlich mein EVE Abonnement erneut verlängert habe, bin ich auf relativ direktem Wege einer Corporation beigetreten. Diese hat zum Zeitpunkt meines Eintretens hauptsächlich Low Sec Piraterie betrieben, aus der ich mich allerdings größtenteils herausgehalten hatte. Ich habe mich in dieser Zeit vor allem auf das Herstellen und dem Daytrading von Gegenständen konzentriert und dabei einiges an Geld erwirtschaftet.

eve

Mit diesem verlängerten Wochenende allerdings, flatterten uns einige Mails in’s Haus, die das Ganze in naher Zukunft etwas schwieriger machen werden. Wir haben nämlich von 2 Corporations Kriegserklärungen erhalten, die heute um 19 Uhr EVE Zeit gültig werden. Diese Corporations haben desweiteren noch 3 andere Söldner Gruppierungen bezahlt, die ebenfalls Jagd auf unsere 30 Mann starke Verbindung machen soll. Laut Intel sollen diese Söldner vor allem darauf spezialisiert sein, Trading und Mission Hubs zu campen und haben in jeglichen Zeitzonen der Welt Mitglieder. So soll es uns unmöglich gemacht werden, das Spiel in einem normalen Umfang zu spielen.

Unser CEO hingegen reagierte flugs auf diese Meldungen. Knapp ein paar Stunden nach Eintreffen der Wardecs kam die Order sämtliche Aktivitäten auf unser Nullsec Büro zu verschieben. Im Laufe des Tages haben nun zahlreiche Mitglieder der Corporation ihre Habseligkeiten in das -0.4 System verschoben. Erste Site-Activities sorgten bereits für ein Akklimatisieren in der neuen Umgebung.

Was ich defintiiv sagen kann ist, dass es hier relativ einfach ist, an ISK zu kommen. Ebenfalls kosten neue Schiffe hier sehr viel weniger als in Jita, was eventuell zu einem dauerhaften Umzug meines Main Charakters in’s 0.0 führen könnte. Wir werden sehen, was in den nächsten Stunden und Tagen passiert.

Sep 05

Elite Dangerous Tagebuch: Start einer Expedition

Chango Dock, kurz vor Mitternacht. Ich sitze in meinem Schiff und muss den Kopf frei kriegen. Viel zu lange schon sah ich mir die Geschehnisse dieser Galaxis einfach nur an. Es war an der Zeit, etwas in meinem Leben zu ändern – das war gewiss. Doch während größere Ziele noch lange in der Planung stecken werden, ist der Raum für neue Ideen derzeit noch klein.

06_DarkSideOfTheMoon

Bildquelle: Frontier

Seitdem ich mich im kalten Cockpit meiner kleinen, geliehenen Sidewinder aufhalte ist mir eines klar geworden: Nämlich, dass ich mir aus Geld zwar nicht viel mache, dieses aber nötig ist, um größere Ziele zu verfolgen. Diese Expedition, von der derzeit alle reden, ist ein Lichtblick. Wann es losgehen soll, darüber hört man viele Gerüchte in den Spacebars da draußen. Zugegeben – Es würde alles verändern. Wenn es losgeht, gibt es kein Zurück. Ein Aufbruch ist gleichbedeutend mit dem Abbruch aller Kontakte zur Heimat. Niemand weiß, was uns da draußen erwartet.

So eine Reise zum Zentrum der Galaxie muss vorbereitet sein. Niemand weiß genau, was uns erwartet. Viele von uns werden auf dem Weg aufgeben und sich irgendwo niederlassen, weil sie das Ziel aus den Augen verlieren – andere wiederum werden sterben. Ich kann mir vorstellen, dass auch einige wahnsinnig werden, sich gegen uns wenden und versuchen die Expedition aus dem Innern heraus zu zerschlagen. Meine Entscheidung steht fest. Ich werde mich wohl der Expedition anschließen. Viele waghalsige und neugierige Köpfe da draußen, werden das gleiche tun und hey, was haben wir hier schon zu verlieren?

So lange aber noch nichts konkretes feststeht, werde ich meinen Weg irgendwie weiter bestreiten und das beste daraus machen müssen.

May 22

Nicht nur toll.. – Der Fluch von der Gästeliste

Immer häufiger werde ich gefragt, wie man es schafft, bei einem Konzert oder anderem Event, auf der Gästeliste zu stehen. Oftmals ernte ich dabei neidische Blicke, oder auch die Aussage “Du hast es gut”. Dazu habe ich mir mal Gedanken gemacht und bin zu dem Entschluss gekommen, dass das alles nicht wirklich nur cool ist.

1474529_706002512752271_1118170514_n

Zugegeben. So ein Foto-Pass oder ein Gästelisten Platz sind schon eine Ehre. Das Ganze wird aber nach ein paar Malen zur “normalen” Sache und wird von mir persönlich gar nicht mehr so speziell empfunden, wie vielleicht zu Beginn meiner Karriere als Konzertfotografen. Dieses Gefühl, das Medien gerne so vermitteln, welches  enstehen soll, während man den berühmten Satz “ich stehe drauf” sagt, ist zumindest bei mir nicht gegeben. Zahlreiche negative Erfahrungen mit Organisatoren in der Vergangenheit, lassen mich oftmals eher zittern und mich bis zuletzt zweifeln, ob ich wirklich an diesem Abend Zugang und somit eine Fotoerlaubnis in der Eventlocation habe.

Doch der kurze nervöse Moment ist nur das Ende eines langen Rattenschwanzes. So gibt es da durchaus mehrere Aspekte, die der normale Konzertfan dabei gar nicht bedenkt.

  • Mein Equipment ist mein Leben: Ohne Kamera, keine Fotos. Klar. Doch muss hier eine gewisse Eigeninvestition gleich zu Beginn getätigt werden. Das Ganze ist ein Teufelskreis. Wenn ich mit der Konzertfotografie anfangen will, muss ich in eine hochpreisige Kamera investieren. Auch wenn diverse Spiegelreflexkameras bereits ab 300 Euro erhältlich sind, werden diese Geräte meist nur dafür sorgen, dass der nächste Job im Fotograben wohl abgelehnt wird.
    Tourmanager achten nämlich auf hohe Qualität der Inhalte. Geht ihr also mit einer Billigknipse zum Konzert und veröffentlicht nur rauschende Fotos – Pech gehabt. Der nächste Konzertfotograf sitzt schon in den Startlöchern. Wir reden hier von einer Investition, die mindestens in den vierstelligen Bereich geht. Eine EOS 5D muss es dank Fullframe Sensor, perfekt für Low Light Aufnahmen (Jaha, Blitz ist tabu) schon sein. Entsprechende Optiken natürlich zusätzlich!
  • Erfahrung: Ohne Erfahrung geht hier gar nichts. Was meint ihr wieviele Hobbyknipser sich bei den Bandlabels melden. Was denkt ihr, wie Tourmanager auswählen, wer auf der Tour in den Graben darf oder nicht? Die Plätze sind hier knapp bemessen und müssen sorgfältig mit Personen belegt werden, denen man vertrauen kann. Hier empfiehlt es sich, eine gute Ausdrucksweise in den E-Mails an den Tag zu legen. Professionalität wird in der Szene sehr geschätzt. Wenn möglich, solltet ihr auch immer Beispielbilder haben, die ihr auf Anfrage zusenden könnt.
  • Jede Anmeldung für einen Fotopass hat darüber hinaus die lange Zeit der Ungewissheit für sich. So muss der Fotograf bei jedem Event auf die Antwort für seine Anfrage warten, welche durchaus negativ ausfallen kann.
  • Investitionen: Alles kostet Geld. Der Webauftritt, die Kameras, die Speichermedien, Anfahrt, Zeit. Die Vorbereitung eines Events, aber auch das Nachbearbeiten von Fotos kostet mindestens Zeit. Und wir alle wissen, dass Zeit einfach Geld bedeutet.
  • Investitionen abseits der Fotos: Erfolgreiche Unternehmen müssen eins machen: Werbung ohne Ende. Und Werbung kostet, wie erwartet eben auch Geld.
    Möchte man eine Band dann auch noch anderweitig unterstützen, müssen Flyeraktionen oder ähnliches darüber hinaus auch noch aus eigener Tasche gezahlt werden.

Ihr seht also. Der Abend und /oder der Satz “ich steh drauf” ist einfach viel zu kurz um für die lange Vor- und Nacharbeit zu entschädigen. Wir machen unsere Arbeit nicht, weil wir auf der Gästeliste stehen wollen sondern weil wir es lieben mit Bands und Labels zusammenzuarbeiten. Die Nähe zu den Fans und den Musikern reizt uns.

Older posts «