Lehrer – Mentoren für’s Leben

Man lernt nie aus. Sagt man ja so. Aber jetzt so ein halbes Jahr, vor Ende meiner Ausbildung, möchte ich doch einmal so langsam Schlussmachen mit dem Schüler-Leben und einmal rekapitulieren, was sich so in den Jahren angesammelt hat.

Mein erster Fakt, den ich einfach mal so feststellen muss: Die Lehrer, mit denen du öfter angeeckt bist, werden im Laufe deines Lebens deine größten Mentoren sein. Du wirst dich oft zurückerinnern und dir sagen: “Oh ja. Er hatte Recht..” Besonderes Ansehen haben hier folgende Personen bei mir verdient:

Frau D. Matthias (Funckepark Grundschule)
Herr F. Kuchar (Luise Rehling Realschule)
Herr B. vom Hofe (Luise Rehling Realschule)
Herr T. Konejung (Luise Rehling Realschule)
Frau S. Fichtner (Luise Rehling Realschule)
Herr R. Pick (Cuno Berufskolleg 1)
Herr J. Müller-Tiemann (Cuno Berufskolleg 1)
Herr W. Scheel (Cuno Berufskolleg 1)
Herr O. Dau (Cuno Berufskolleg 1)
Herr Söhndel (Cuno Berufskolleg 2)

Das mag nach viel aussiehen, im Vergleich zu meiner schulischen Laufbahn und den vielfältigen Wechseln der Route stehen diese Personen allerdings, in keiner Relation zu denen, die mir (entschuldigt:) gehörig auf den Sack gegangen sind. Da fragt man sich wirklich, was so manche von den Tieren, namens Schüler, denken. Okay. Bis zum Ende der Realschule mag es vielleicht noch hinkommen und einige benehmen sich einfach noch unreif. Doch sollte man in der Berufsschule oder Oberstufe, mit dem Wechsel der Anrede nicht auch das Denken über seine Schützlinge ändern?

Richtig die Erfahrung des überaus reifen Lehrpersonals, stellt sich natürlich dagegen. Die Jugend verändert sich nicht so schnell und so kommt es eben, dass hier unreife Mistblagen vor einem sitzen, die man mit den richtigen Worten zunächst mal zurechtstutzen muss. Und wenn einem doch mal die Argumente ausgehen, dann kann man ja immernoch erwarten, dass jetzt ganz schnell Ruhe im Klassenraum herrscht. Ansonsten hat man ja Mittel und Wege die aufgescheuchte Herde wieder einzufangen und in den Stall zu sperren.

Echt kurios, was sich so manches vom Staat bezahltes (!), Pädagogik-Personal da herausnimmt. Von unnützen Schreibarbeiten, die laut Gesetz ja eigentlich unter dem Namen “Strafarbeit” schon lange verboten wurden – jetzt aber als Sonderaufgaben wieder eingeführt wurden braucht man ja niemandem mehr was erklären. Lehrer legen sich eben die Gesetze so aus, wie sie sie brauchen. Oh. Gab’s da nichtmal sowas ähnliches in der deutschen Geschichte? Mhh..

Man erkennt die besten Exemplare schon am Aussehen und am Verhalten. Es gibt keinen Arschloch-Lehrer ohne sein persönliches Etwas, was ihn einzigartig macht. Der eine verstellt seine Stimme auf komische Art, der nächste trägt immer die selben ausgewaschenen Klamotten aus den, wahrscheinlich besten Jahren seines Lebens. Wieder ein anderer schreit den ganzen Tag mit seiner überheblichen Stimme durch das ganze Haus und kaum einer von ihnen redet mit einem so, als stünde man auf dem gleichen Level. Mensch wir sind alle Erwachsen, also behandelt uns auch so! Ihr erwartet das auch von uns.

Wie oft musste ich unter meinem Pult, die geballte Faust verstecken, wie oft wollte ich wegen einem dieser Arschlöcher damals die Einrichtungen wechseln. Aber das ist einfach nicht meine Mentalität. Ich bin einer der was durchzieht. Und wenn’s schmerzhaft wird. Aber irgendwann geht alles vorrüber und dann ist man einer Erfahrung reicher. Stimmt’s?

Dieser Post geht an alle Arschloch-Lehrer da draußen. Und die meisten wissen sicherlich auch wer gemeint ist und wer nicht. Bitte fasst euch demnächst etwas besser an eure eigene Nase und beschäftigt euch einmal mit euren Schülern, anstatt nur das Geld vom Staat abzuziehen und irgendeinen Mist zu erzählen. Eure Schüler sind euer Kapital. Ihr bildet die Zukunft in diesem System aus. Ihr seid der gesetzlich verlängerte Arm der Erziehungsberechtigten.

IHR TRAGT DEUTSCHLAND AUF EUREN HÄNDEN!

Was ist mit euch, habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?

(An dieser Stelle ist der folgende Hinweis wahrscheinlich wichtiger als an jeder anderen Stelle zuvor: Mit den abgegebenen Kommentaren unter diesem Post, auf der Facebookseite oder per Twitter, teile ich keine Meinung. Diese spiegelt die Meinung der postenden Personen wider.)

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