Kurzgedacht: Was #Corona mit uns macht

Es ist eine Zerreißprobe für jeden von uns, das ist klar. Das Coronavirus verlangt momentan von jeder Bevölkerungsschicht alles ab. Personal im öffentlichen Dienst natürlich allen voran, geht die ganze Situation natürlich uns allen mal mehr, mal weniger schlimm an die Nieren. In meinem letzten Posting habe ich einmal meine Gedanken zum Thema Arbeit und Geld niedergeschrieben, doch ich finde, dass wir nicht nur über materielle Ängste ein Wort verlieren sollten, sondern auch einmal unsere zwischenmenschliche Gesellschaft einmal genau betrachten sollten.

Das Coronavirus SARS-CoV-2 konnte man ja schon bereits seit einiger Zeit medial verfolgen. Als das Virus in China grassierte, saß man hierzulande noch im Schaukelstuhl und sah sich entspannt die Entwicklung im fernen Wuhan an. Ausgangssperren, abgesperrte Stadtgrenzen… Viele haben hier über die Zustände gelacht und sich selbst mit Parolen wie “so etwas kann hier doch gar nicht passieren” Mut gemacht. Diejenigen die damals am lautesten gerufen haben sind heute allerdings diejenigen, die sich über die momentane Lockdown Situation beschweren. Aber hätte es alles soweit kommen müssen?

Nun die Frage kann ich natürlich nicht beantworten. Nicht einmal Virologen und Pandemieexperten haben derzeitig einen genauen Plan, wie das weitere Vorgehen in dieser Krise aussehen soll. Fakt ist, dass wir seit nun zwei Wochen freundlich angewiesen werden, zu Hause zu bleiben und nur noch zwingend notwenige Dinge draußen erledigen. Dazu zählen vor allem arbeiten und einkaufen aber auch einsame Spaziergänge sind derzeit noch erlaubt. Mittlerweile ist diese Lebensweise zu einem Trend in den sozialen Medien geworden #stayhome heißt das Motto an das sich mittlerweile sogar Bands angeschlossen haben, die für die daheimgebliebenen Livestream Konzerte anbieten und an das Durchhalten appellieren. Denn je länger wir uns zu Hause einsperren, desto schneller ist die Krise für uns alle überstanden. So zumindest der Tonus.

Doch wenn man sich einmal ansieht, wie ein solches Virus in der Regel besiegt wird, sieht die Realität ganz anders aus. Eine Infektionskurve lässt sich nicht stoppen. Sie lässt sich nur abschwächen. Die Gefahr eines Virus ist nämlich erst dann gebannt, wenn mindestens 2/3 der Bevölkerung immun gegen den Erreger sind, was bedeutet, dass

Möglichkeit a) diese 2/3 bereits infiziert und genesen sein müssen.
Möglichkeit b) ein Impfstoff für die noch nicht erkrankten Menschen entwickelt wird, die damit dann kontrolliert Antikörper aufbauen um so nicht mehr infiziert werden zu können.

Schaut man sich nun erste Einschätzungen an, wird ein Impfstoff für Covid-19 erst gegen Ende des Jahres, wahrscheinlicher aber im Verlauf des jungen 2021 erwartet. Was also tun, bis wir diesen Zeitpunkt X erreicht haben?

Das weiß momentan wie gesagt keiner so ganz genau. Das Robert Koch Institut und namhafte weitere Virologen debattieren zu diesem Thema hitzig. Einige Dokumentationen sprechen mittlerweile davon, eine sinusförmige Kurve anzustreben, welches durch Anziehen und Lockern der Maßnahmen wie Ausgangsbeschränkungen, Schließen der Läden und öffentlichen Einrichtungen und allen anderen derzeitig eingesetzten Mittel. Man möchte also immer nur so viele Menschen dem Virus exponieren, wie auch Betten für Menschen mit schwerem Krankheitsverlauf bereitstehen.

Die Masse teilt sich derweil noch immer in zwei unterschiedliche Lager auf. Auf der einen Seite diejenigen die das ganze Thema nicht so kritisch bewerten und auf der anderen Seite die, die fast schon in Panik verfallen. Extrembeispiele erzeugen dabei auch eine gewisse Eigendynamik. So ist das Phänomen des Gruppenzwanges zum Beispiel beim Klopapier-Hamsterkauf deutlich erkennbar. Es gibt keinen rationalen, logischen Grund für das Horten von Klopapier in einem Stil wie er momentan entstanden ist und dennoch sind diese Artikel ständig ausverkauft. Daraus entsteht natürlich für den Rest der rational kaufenden Kundschaft eine gewisse Gefahr der Unterversorgung, was oftmals dann zu weiteren Hamsterkäufen führt.

Fast einen Monat sind wir nun in großteils freiwilliger Isolation und immer lauter wird das Rufen nach “Freiheit”. Vielleicht war eine Einschränkung unserer Leben in diesem Stil auch mal nötig um wiederzuerkennen, welche Privilegien wir doch eigentlich so haben. In Zeiten wie diesen ist es wichtig die instabilen Personen, die psychisch unter diese Situation leiden zu stützen. Ruft sie öfter an, seid für sie da. Alleinesein ist belastend und anstrengend. Helft den besonders Anfälligen dabei dies durchzustehen.

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