Brauchst du dein Auto echt nur für die Mobilität oder steckt da etwas anderes hinter?

Ja schon wieder ein Post zum Thema Autofahren und ja, schon wieder hat er irgendwie, irgendwas mit Elektroautos zu tun. Aber abseits der Recherchen zum Thema Elektromobilität habe ich mir einmal Gedanken darüber gemacht, was das Thema Mobilität für mich wirklich bedeutet und ob es tatsächlich nur das ist, was für mich das Auto zu einem notwendigen Gegenstand meines Lebens macht.

Anstoß für dieses Gedankenexperiment ist der Aufruf zur Blogparade “Mit dem Auto dabei oder doch besser Autofrei?” von Alexander von vecartec.de. Noch einen Tick aggressiver hinterfragt er (oder lässt Blogger hinterfragen) anlässlich des Kimaschutzes, ob ein eigenes Auto für dich als Person überhaupt Sinn macht. Impulsiv gedacht, wird man als Auto-liebender Mensch natürlich sofort aufspringen und “JA!” rufen, aber ich möchte einmal mehrere Gedanken dazu aufschreiben und hinterfragen.

Alexander stellt in seiner Blogparade 4 Fragen, auf die ich einmal genauer eingehen möchte. Diese 4 Fragen decken das Spektrum meines Gedankenspieles ganz gut ab:

1. Wie stehst Du zum Thema Auto?

Egal wie weit ich in meinem Leben zurückdenke, schon immer haben Autos mein Leben begleitet. Meine ersten Spielsachen waren neben einem kleinen Teddybären natürlich Automodelle aus Plastik und später ging es über Siku Modelle natürlich zu technisch aufwändigeren RC Elektro- und Verbrennermodellen. Seit damals hat mich schon immer die Technik hinter den Modellen interessiert. Die Reparatur und Modifikation meines Modelles hat mich dabei schon fast mehr gereizt, als es zu fahren.

Mit meinem 19. Geburtstag habe ich recht spät dann meinen Führerschein gemacht. Ich habe mir einen weißen VW Polo gekauft, der anfangs schon ein wenig getuned war und habe über die Jahre noch weitere Modifikationen vorgenommen.

Natürlich habe ich dann versucht, wie so ziemlich jeder, das Hobby zum Beruf zu machen. Ich habe eine Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker gemacht und auch ein paar Jahre in diesem Beruf gearbeitet. In dieser Zeit habe ich die Liebe zu “alten” Fahrzeugen entdeckt und mehrere Autos besessen. Mein liebstes Stück war dabei der Audi 80 B3 1.8S aus Baujahr ’89.

Im Nachhinein ärgere ich mich sehr, dieses Auto abgegeben zu haben. In der Zwischenzeit bin ich über einen weiteren Audi (A4 B5) und ein paar Polos und  Golf 4 zu meinem aktuellen Fuhrpark (Golf 4 1.8T Bj. 2001, VW Käfer 1200 Bj. 1983 und VW Polo 6N Bj. 98) gekommen.

In Bestellung befindet derzeit der VW Golf 7 Elektro (E-Golf “300” 100kW, Bj. 2020), welcher den Turbogolf ablösen wird.

2. Hast Du ein eigenes Auto? Wenn ja, warum ist Dir ein eigenes Auto wichtig?

Seit meinem 19. Lebensjahr gab es nur sehr kurze Zeiträume, in denen ich über kein eigenes Auto verfügen konnte. Dies waren vor allem Zeiten in denen ich technische Probleme mit einem meiner älteren Fahrzeuge hatte oder die Zwischenräume in denen ich mir neue Autos kaufen und die alten abgeben wollte. Autos waren bei mir schon immer zwar ein emotionales Thema, aber die Bindung zu einem Fahrzeug zu lösen, war nie wirklich schwer. (Abgesehen vom ersten Auto natürlich).

Mittlerweile bin ich in eine ländlichere Gegend gezogen und brauche mein Auto daher täglich für den Weg zur Arbeit, für den Einkauf oder natürlich um einfach mal “raus zu kommen”. Der öffentliche Personennahverkehr ist hier zwar existent, aber mit Fahrten 2 Mal am Tag für mich nicht tragbar.

Früher bin ich öfters auch mal spazieren gefahren was aber mittlerweile kaum noch vorkommt. Aber auch abseits dieser notwendigen Mobilität ist das Auto für mich ein Luxus den ich mir nicht wegdenken möchte. Ich bin nach wie vor so Themen wie Geschwindigkeit, Technik, das Zusammenspiel diverser Bauteile und Fahrsysteme, Geräuschkulisse und dem oft zitierten Gefühl von Freiheit verfallen. Ich mache keinen Hehl daraus – ich liebe das Auto und somit auch das Fahren.

3. Du verzichtest auf ein eigenes Auto und lebst Autofrei? Was waren Deine Beweggründe dafür?

Nun, da diese Frage auf mein Profil hier so gar nicht passt, versuche ich einmal anders zu antworten. Denn ich könnte mir tatsächlich ein Szenario vorstellen in dem ich wohl kein Auto hätte. Denn ganz anders würde es vermutlich aussehen, wenn ich in einer überfüllten Großstadt wohnen würde. In der Zeit in der ich noch mit Eee-PC.de beziehungsweise MobilityMagazin.de beschäftigt war, waren Messen wie die CeBIT in Hannover oder die gamescom in Köln Events die ich persönlich nicht verpassen durfte. Diese habe ich alljährlich mit meinem guten Freund Andre – natürlich mit dem Auto – besucht. Allerdings ging die Reise hier oftmals nur vom Heimatort aus in die Messestadt. Der tägliche Messeverkehr war einfach besser mit den öffentlichen Verkehrsmitteln möglich und auch wegen der kostenfreien Nutzung (Pressetickets) effizienter für den Geldbeutel.

4. Wie stillst Du Dein Mobilitätsbedürfnis?

Zugegebenerweise beschränkt sich mein “Mobilitätsbedürfnis” mittlerweile fast ausschließlich auf die Arbeit und das Einkaufen. Die Fahrten, die ich für den Spaß mache sind momentan doch eher von geringer Menge. Für die täglichen Fahrten nehme ich derzeit den Golf 4. Dieser verbraucht bei einer moderaten Fahrweise um die 7.5L. Bestellt habe ich (wie man dem anderen Post entnehmen kann) einen E-Golf, welcher allerdings erst gegen Ende des Jahres geliefert wird. Für die täglichen Strecken reicht die Reichweite vollends aus. Ob es diese typischen Stammtischprobleme der Elektromobilität für mich auch geben wird, wird sich dann in Zukunft zeigen.

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